Wiederholung:
| Mi | 02.12. | 10:50–11:35 | ORF III (A) | ||
Unser Österreich
Land der Berge: Verwundetes Sherpa-Land
Das Land der Achttausender ist angeschlagen. Im Frühjahr 2015
wurde Nepal von einer Erdbebenserie erschüttert. 8.800 Menschen starben,
über 22.000 wurden verletzt. 500.000 Häuser wurden zerstört oder schwer
beschädigt, viele historische Kulturstätten sind nur noch Ruinen. Der
Tourismus, die wichtigste Lebensgrundlage im Himalaya-Land, brach völlig
ein. Erstmals seit 41 Jahren stand im Jahr 2015 kein Mensch auf dem
Gipfel des Mount Everest. Trekker und Höhenbergsteiger stornierten die
Flüge nach Kathmandu. Hilfsorganisationen aus aller Welt versuchten, mit
Lebensmittellieferungen und Zeltdörfern die erste Not zu lindern. Ein
halbes Jahr nach dem Beben ist im 30 Millionen Einwohner zählenden Land
Zuversicht zu spüren. Mit kaum vorstellbarer Energie bauen die Nepali
mit wirtschaftlicher Unterstützung aus vielen Ländern ihre Häuser,
Schulen, Krankenhäuser wieder auf, Stein für Stein. Viele Bergdörfer
sind nur zu Fuß oder mit dem Helikopter zu erreichen. Die Kosten für das
Baumaterial sind dadurch extrem hoch. Die Sherpa brauchen keine
Almosen, sie brauchen Arbeit und wollen ihre Rolle als Gastgeberland
wieder aufnehmen. Die Regierung in Kathmandu blamiert sich auch noch
Monate nach der Naturkatastrophe mit Handlungsunfähigkeit. Die Nepali
zählen daher mittelfristig auf die Unterstützung internationaler
Hilfsorganisationen. Die Nepalhilfe Tirol, angeführt vom früheren
Extrembergsteiger und Expeditionsleiter Wolfgang Nairz und andere
private Initiativen aus Tirol gehören zum Netzwerk der Hilfsprogramme,
die dem verwundeten Land wertvolle Rückendeckung geben. Die Nepali
hoffen, dass sie bald wieder Bergabenteurer und Kulturreisende mit ihrem
freundlichen "Namasté" begrüßen können. (Doku von Siegfried Giuliani
2015)
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