Sonntag, 29. November 2015

http://tv.orf.at/program/orf3/20151202/768819901
Wiederholung:
Mi02.12.10:50–11:35ORF III (A)


Unser Österreich

Land der Berge: Verwundetes Sherpa-Land

Das Land der Achttausender ist angeschlagen. Im Frühjahr 2015 wurde Nepal von einer Erdbebenserie erschüttert. 8.800 Menschen starben, über 22.000 wurden verletzt. 500.000 Häuser wurden zerstört oder schwer beschädigt, viele historische Kulturstätten sind nur noch Ruinen. Der Tourismus, die wichtigste Lebensgrundlage im Himalaya-Land, brach völlig ein. Erstmals seit 41 Jahren stand im Jahr 2015 kein Mensch auf dem Gipfel des Mount Everest. Trekker und Höhenbergsteiger stornierten die Flüge nach Kathmandu. Hilfsorganisationen aus aller Welt versuchten, mit Lebensmittellieferungen und Zeltdörfern die erste Not zu lindern. Ein halbes Jahr nach dem Beben ist im 30 Millionen Einwohner zählenden Land Zuversicht zu spüren. Mit kaum vorstellbarer Energie bauen die Nepali mit wirtschaftlicher Unterstützung aus vielen Ländern ihre Häuser, Schulen, Krankenhäuser wieder auf, Stein für Stein. Viele Bergdörfer sind nur zu Fuß oder mit dem Helikopter zu erreichen. Die Kosten für das Baumaterial sind dadurch extrem hoch. Die Sherpa brauchen keine Almosen, sie brauchen Arbeit und wollen ihre Rolle als Gastgeberland wieder aufnehmen. Die Regierung in Kathmandu blamiert sich auch noch Monate nach der Naturkatastrophe mit Handlungsunfähigkeit. Die Nepali zählen daher mittelfristig auf die Unterstützung internationaler Hilfsorganisationen. Die Nepalhilfe Tirol, angeführt vom früheren Extrembergsteiger und Expeditionsleiter Wolfgang Nairz und andere private Initiativen aus Tirol gehören zum Netzwerk der Hilfsprogramme, die dem verwundeten Land wertvolle Rückendeckung geben. Die Nepali hoffen, dass sie bald wieder Bergabenteurer und Kulturreisende mit ihrem freundlichen "Namasté" begrüßen können. (Doku von Siegfried Giuliani 2015)

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