Von meiner Schwester Tina, Kathmandu
Ich bin so berührt und dankbar, dass ihr schon so viel Geld gespendet habt. Damit konnten wir Essen, Medikamente und Zelte kaufen. Nach dem ersten, großen Beben mussten wir alle draußen übernachten. In der ersten Nacht habe ich einfach am Boden geschlafen und hatte nur eine kleine Decke, die mir ein sehr lieber Tibeter gegeben hat. Es tröpfelte, mir war eiskalt und ich habe am ganzen Körper gezittert. Nach einiger Zeit haben wir Plastikplanen zusammengebunden und daraus Notunterkünfte gebastelt, doch der Regen war zu stark und wir wurden jede Nacht wach. Viele von uns wurden krank. Binnen kürzester Zeit waren alle Zelte und Planen in Kathmandu ausverkauft, und sehr viele Menschen, die ihr Haus verloren hatten, haben keine andere Wahl als weiterhin draußen zu leben.
Nachdem uns das zweite starke Beben erschüttert hat, blieb wieder jeder für mindestens 72 Stunden im Freien – aus Angst davor dass Häuser durch Nachbeben noch einstürzen könnten. Eine Freundin hat mich in ihrem Zelt schlafen lassen. Zelte sind absolut notwendig, besonders weil die Regensaison dieses Jahr früh begonnen hat. Deshalb möchte ich mich ganz herzlich bei Allen bedanken, die diese Zelte gesponsert haben!
Ihr könnt euch sicher sein, dass diese Liebe weitergegeben wird. Ich arbeite sehr hart daran, dass die Katastrophen Hilfe bei denen anlangt die dringend Unterstützung brauchen. Sowohl in Kathmandu, das besonders schwer getroffen wurde als auch in dem vielen Dörfern. Zurzeit konzentrieren wir uns darauf Material (Blechdächer, Bambus usw.) als Schutz für den Monsun zu kaufen.
Unser Kloster bietet in dieser schweren Zeit ca 200 Personen täglich Unterschlupf und versorgt all mit warmen Mahlzeiten, der Klostergarten ist eine Zelt -Planen-Stadt.
Unsere Rinpoches, Lamas, Mönche und Nonnen, sind einfach großartig- sie denken nur daran zum Wohle aller zu arbeiten, obwohl sie selbst Opfer dieser Erdbeben sind und großen Verlust erfahren mussten.
Jeden Tag senden wir LKWs mit Material und Essen an die Betroffenen. Bitte werft einen Blick auf das Rangjung Yeshe’s Shenpen’s Facebook für mehr Informationen.
Die Situation hier ist schlimmer als in jedem Film, ein Horror, für alle, die Familienmitglieder, Hab und Gut verloren haben und weiterhin Konsequenzen fürchten.
Danke für euer Mitgefühl, Nepal braucht es!
Viel Liebe, Tina
From
my sister Tina, Kathmandu
I’m
so deeply touched that you spent so much
money. So
we could buy food, medicine and tents. After
the first big earthquake we all had to sleep outside. My first night
I ended up sleeping on the ground, just with a blanket a very kind
Tibetan man had given me. Rain drizzled on us, and I was freezing and
shivering. Later we found some plastic sheets and tied them together
to make a make-shift tent, but with the rains we got wet every night.
Many of us got sick. Within days, all tents and tarps were sold out
in Kathmandu. So many people lost their lives, countless lost their
homes, and had no other choice but continue living outside.
Then
the second big quake shook came, again everyone slept outside for at
least 72 hours, this time a kind friend let me sleep in her tent.
Tents are an absolute need with the rains having started early.
Therefore, a big thank you to all those of you who sponsored this.
Be
sure that your kindness will be passed on. I’m working hard on
ensuring emergency relief gets sent to those in need, in Kathmandu
(which was badly hit, still countless people are sleeping outside,
many villagers have now sought refuge in Kathmandu), as well as in
the villages themselves. At the moment we are working on buying the
materials for temporary shelters (tin roofs, bamboo, etc).
In
the meanwhile our kind monastery has been housing and feeding
approximately 200 people every day, each lawn has turned into a
tent/tarp city. Our Rinpoches, lamas, monks, and nuns have just been
amazing – only thinking and working for the benefit of others,
regardless that they themselves are earthquake victims who have
undergone heavy losses. Every day, the monastery sends out trucks of
materials and food to help those in need. Please have a look at
Rangjung Yeshe’s Shenpen’s Facebook page for more information.
The situation here is like in a catastrophe movie, horrible for so
many who suffered loss of family, possessions, and are still afraid
of further
Thanks
for your kindness. Nepal needs it!
With love,
With love,
Tina
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